Donnerstag, 26. Januar 2012

Paces, Faces

Ich habe Gesichter gezeichnet, weil ich Ausdrücke, Perspektiven und lauter so Kram üben wollte. More are hopefully up to come. Im zweiten hab ich die Farbwerte angepasst. Im Original ist es kräftiger, allerdings auch wieder nicht so kräftig und undifferenziert, wie es mir der Scanner ausgegeben hat.

Vor einem Jahr habe ich außerdem mal 24 Ausdrücke gezeichnet. Es gibt dafür eine Art template, aber ich weiß nicht mehr, wo es im Netz zu finden ist... und bin grad zu faul zur Recherche.

Montag, 9. Januar 2012

Ein Marlin namens Marlin

Vor ziemlich genau einem Jahr bat mich ein Freund um ein Bild in seiner von ihm und seiner Freundin neu bezogenen Wohnung. Er ist der größte Fischspezialist, den ich kenne und wünschte sich deshalb einen Marlin.
Einen Marlin?! dachte ich mir. Wie sieht der denn überhaupt aus? Aber er belieferte mich mit Bildern aus dem Netz, aus denen ich mir Skizzen machte. Im ICE auf der Fahrt von München nach Hamburg. Übrigens dauert es gute 5:30h für diese Strecke, während man von München nach Berlin knappe 6h fährt. Schon erstaunlich.
In Hamburg angekommen, haben wir erstmal einen dreistündigen Ausflug zu boesner unternommen: Zweieinhalb Stunden Fahrt, eine halbe Stunde Farbenkauf. Ich verwende am liebsten die Acrylfarben der Hausmarke - sie sind leuchtend, lichtecht, günstig, und für diese Zwecke absolut ausreichend. Am ersten Abend habe ich Skizzen an die Wand gezeichnet und mit dem rechten Fischschwarm begonnen. Ich fand ja, es sollten Makrelen sein - Simon war der Meinung, sie sähen aus wie Sardinen. Whatever. 
Notiz an mich selbst: Fang immer erst mit dem Hintergrund an, egal, wieviel du schon malen willst. Die kleinen Fische sollten heller bleiben als das spätere Wasser, deshalb hatte ich mit ihnen angefangen. Das machte es später leider umständlicher, den Hintergrund halbwegs gleichmäßig aufzutragen...
Nach einer herrlichen Nacht auf dem Hamburger Kiez ging es am nächsten Tag mit dem Wasser-Blau weiter. Wir haben insgesamt drei Blautöne gekauft, von denen ich zwei mit dem einzigen Grünton sehr flüssig angemischt habe, um die Farbe dann schnell aufzutragen - um sichtbare Lasurkanten möglichst zu verhindern. (Fast) alle Unregelmäßigkeit stammt dann nur noch vom Hintergrund - Rauhfasertapete, in diesem Fall. 
Weil die Farbe relativ so dünn war, trocknete sie ziemlich schnell, und ich konnte mich ziemlich gleich an den großen Fisch machen. Für ihn verwendete ich hauptsächlich den dritten Blauton, Indigo. 
Küchenkrepp benutze ich vor allem zum Wischen und Tupfen und zum Auffangen von Farbnasen. Und vor allem, um Farbe aufzubewahren: Nachdem der zweite Tag vergangen war, brauchte ich noch das Blau fürs Wasser, das ich in einer Schüssel angerührt hatte. Über die Schüssel lege ich in diesem Fall mehrere Lagen von feuchtem Küchenkrepp. Für einen Tag reicht das auf jeden Fall. 
Am dritten und letzten Tag bekam der Marlin sein Auge, die Makrelen-Sardinen reichlich Details, und der ganze Verein oben drauf eine Wasseroberfläche... 
...und unten drunter eine Signatur. Und einen Cirolaniden. Mittlerweile war ich fast wieder gesund - ich hatte mir noch vor der Fahrt eine schöne Erkältung eingefangen (Moment... déjà vu...) und die jetzt gegen einen nicht weniger schönen Muskelkater im linken Oberarm eingetauscht. 
Und - fertig! Kann es sein, dass man jetzt zum ersten Mal die Relationen sieht? Die Fläche hatte etwa 2,20x2,10 Meter. Alle Kanten hatte ich vorher mit Malerkrepp abgeklebt - auch, wenn es im Laufe des Prozesses aufweicht und sich löst, lohnt es sich absolut und spart einem eine Menge Putzen hinterher. Auf dem Boden war die ganze Zeit Zeitung ausgebreitet, und das Wasser habe ich dem Rücken zuliebe auf einen Hocker gestellt (mein Rücken hats wirklich gedankt - allerdings, noch eine Notiz an mich, sollte man die Schale über Nacht unbedingt kippsicher verstauen. Oder leeren. Oder wenigstens mit frischem Wasser füllen, das im sprichwörtlichen Fall der Fälle keine Flecken auf den Wänden hinterlässt...). Alles in allem war es ein großer Spaß, und nach drei Tagen Pinselei und Hamburger Herumgetanze bin ich glücklich und zufrieden wieder zurück nach München gefahren :) 

Nighttime... ...Daytime!

Sonntag, 8. Januar 2012

Rotfüchse

Sehr kurz vor Weihnachten kam zu den vier Drucken, die ich für den oh-Fuchskalender gemacht hatte, ein fünfter hinzu. Ursprünglich war geplant gewesen, den zu Postkarten für Online-Bestellungen zu verdrucken. Dafür bin ich aber nicht mehr rechtzeitig fertig geworden. Stattdessen hab ich mich um den 20. herum hingesetzt und ihn fertig geschnitten.
Die Druckplatte, mit Bleistift durchgerieben, um fehlende Details und störende Stege aufzuzeigen.
Ein störendes Detail ist mir dabei trotzdem nicht aufgefallen und auch im finalen Druck zu sehen...
Neulich habe ich bei boesner tolles Büttenpapier gefunden, mit einer Art Schmuckrand. Es ist sehr glatt und relativ stark und hat die Farbe ziemlich gut angenommen. Zum Andrücken habe ich diesmal einen Handreiber benutzt, was wesentlich besser funktioniert hat als sämtliche Bücherstapel, die ich bisher zum Drucken aufgebracht hatte.
Letztendlich habe ich neun Karten gedruckt und teilweise verschickt. Das Motiv ist... saisonal, deshalb werd ich es in den kommenden Monaten schlecht verwenden können. Aber das nächste Weihnachten kommt bestimmt...

Polynololilononylolilogie

-...and this structure, a thickened rim around the pore, is what we call the anulus...
-...like a minimized kind of anus, and this is really easy to imagine...
-...because we all have an anus by ourselves as well. Hihi.
Thanks for the pictures. Not.

Polynologie ist die Lehre von den (vielen) Pollen. Das sind übrigens die Fotos zu den Bildern:
Und dieses, wertes Publikum, ist ein Anulus: 

Samstag, 7. Januar 2012

Das halbe Leben

Ich mochte schon immer diese Ordner-Rückenschilder, die man z.B. in Buchläden kaufen kann, und die hübsch an ihren Ordnern aneinandergereiht tolle Bilder ergeben. Wie oft hab ich daran gedacht, sie zu kaufen, und jedes mal zuckte meine Hand dann doch wieder zurück, weil - kann man ja auch selber machen! Dachte ich mir auch schon immer.
Eines Tages habe ich tatsächlich angefangen, mir Motive zu überlegen, und den Plan umzusetzen. Bis dahin hingen provisorische Klebezettel an den jeweiligen Ordnern, bzw nicht, weil sie ständig abfielen. Dieser genannte Tag liegt nun allerdings etliche Monate zurück - das ganze Projekt hat hat diverse Ausflüge in den Schrank und wieder zurück unternommen, bis es dank einer kräftigen Erkältung in den letzten Tagen endlich finale Gestalt angenommen hat.
Was ich allerdings all die Monate nicht bedacht hatte, war, dass Papier und Stift möglicherweise nicht aquarell-geeignet sein könnten. Großes Kino. Tatsächlich wellte sich das Papier ziemlich, und das Linienschwarz blutete spätestens beim dritten Wasserkontakt ziemlich aus - aber letztlich hielt es sich alles noch in Grenzen.
Nur die Farben verloren (durch das Papier? das restliche Schwarz?) an Sättigung. Zumindest ist das mein Eindruck.
...davon abgesehen, dass die Kamera des Samsung Galaxy ACE tatsächlich so schlecht ist, wie ihr Ruf. 
Aber tatsächlich habe ich nach vielen Monaten des Nebenbei- und wenigen Tagen des Durchzeichnens jetzt ein paar sehr hübsche Ordner-Rückenschilder :) Ich habe sie mit Klebeband und Fotoecken befestigt, die Vorderseite wird dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Falls ich mir wieder neue machen will... kann ich sie einfach abnehmen. Aber das war erstmal genug prokrastiniert für die nächste Zeit. Die Erkältung ist schließlich auch schon wieder ziemlich abgeklungen.